Heilung in der Beziehung

Als Psychoanalytikerin gehe ich davon aus, dass Entwicklungskrisen und Symptome auf krankmachenden ungelösten seelischen Konflikten beruhen. Die einander widerstrebenden inneren Erlebens- und Handlungsmotive sollen in der therapeutischen Beziehung wiederbelebt und reinszeniert werden. Dadurch werden sie deutlich, und als ob sich ein Nebel auflöst wird Unsichtbares sichtbar. In unserer gemeinsamen Zeit können in einer sich allmählich entwickelnden in besonderer Weise vertrauensvollen Beziehung auch solche Empfindungen, Gedanken und Phantasien bewusst werden, die bis dahin im Nebel des Unbewussten oder Vorbewussten verborgen waren. Krankmachende Sorgen, Wünsche, Ängste, Aggressionen, innere Prozesse und Abwehr können sich hier entfalten.

Meine Arbeit besteht im Wesentlichen darin, mich in die Erlebens- und Erfahrungswelt meiner jungen Patientinnen und Patienten wie auch in die der Eltern einzufühlen, und die komplexe Bedeutung des Verhaltens zu analysieren. Das geschieht im Miteinander scheinbar ganz nebenher. Oft wird erst nach einer Stunde deutlich, was sich zwischen uns in einer Stunde abgespielt hat. Was mir bei der Analyse klar wird gebe ich an die Kinder und Jugendlichen weiter. Nun möchten wir verstehen, nach welchen Mustern bislang zwischenmenschliche Beziehungen gestaltet werden und wo ungesunde Beziehungsmuster am Werk sind. Die Therapie ist also gemeinsame Arbeit für alle Beteiligten. Dabei biete ich Dir/Ihrem Kind Rückhalt und Stärkung bei der Verarbeitung der Konflikte, was Dich/Ihr Kind stärkt und die gesunde Weiterentwicklung fördert.

In den Stunden bestimmen meine Patientinnen und Patienten das Thema. Spielen, Malen, Musizieren oder Bewegung sind die von Kindern bevorzugten Mittel zur Darstellung innerseelischer Prozesse. Jugendliche hingegen wählen eher das Gespräch. Nichts ist unmöglich!

Sobald Du/Sie selbst in der Zusammenarbeit mit mir eigene neue Erkenntnisse über die bedrückenden Schwierigkeiten im Kontakt mit anderen Menschen gewonnen hast/haben, kann eine ins Stocken geratene Entwicklung wieder in Gang gesetzt werden, wodurch die Symptomatik aufgegeben oder endlich erträglicher werden kann.

In jedem Fall gehört es zum therapeutischen Prozess, inne zu halten, nachzuspüren und der Gesundung in der korrigierenden Beziehungserfahrung die Zeit zu geben, die im Alltag oft fehlt.